Konzeption
Rahmenbedingungen
Das Spatzennest befindet sich in 79112 Freiburg - Munzingen, Oberer Weiher 4a, in einer großzügigen 1 ½ Zimmer-Wohnung in kinderfreundlicher Umgebung mit Laufnähe zu einem Spielplatz.
Es werden maximal 9 Kleinkinder im Alter von 0-3 Jahren von 2 qualifizierten Tagespflegepersonen betreut. Für Vertretung, z. B. im Krankheitsfall ist gesorgt.
Die Betreuungszeiten sind täglich von 7.30 Uhr – 13.30 Uhr.
Das Spatzennest schließt während 25 Tagen jährlich. Die Urlaubsplanung erfolgt immer zum Jahresbeginn und wird in einem schriftlichen Urlaubsplan festgehalten.
Das Betreuungsgeld beträgt pro Betreuungstag 108 € und wird einkommensabhängig von der Stadt Freiburg bezuschusst.
Um die Qualität der Betreuung zu sichern treffen sich die Tagespflegepersonen 1x im Monat zur Planung und zum Austausch. Außerdem nehmen sie regelmäßig an Fortbildungen teil.
Um mit den Eltern gut zusammen arbeiten zu können werden regelmäßige Elterngespräche angeboten. Als Grundlage hierfür dienen die Portfolios, die für jedes Kind zur Entwicklungsdokumentation geführt werden.
Außerdem finden sowohl ein Sommerfest als auch ein Adventskaffee statt um den Kontakt zwischen Eltern und Tagespflegepersonen zu pflegen.
Pädagogische Ausrichtung
Eingewöhnung
Die Eingewöhnung im Spatzennest erfolgt in einem Zeitraum von ca. 2 - 4 Wochen. Dabei lernt das Kind an 2 - 3 Tagen wöchentlich die Räume, die anderen Kinder und die Betreuungspersonen kennen, während die Eltern anfangs noch dabei sind und sich dann ab dem 3. Eingewöhnungstag mehr und mehr zurückziehen.
Die Eltern erhalten ein Merkblatt über die Eingewöhnung und werden in diese wichtige Phase eng mit einbezogen, so dass für Eltern, Kind und Betreuungspersonen eine vertrauensvolle Basis geschaffen werden kann.
Was uns wichtig ist
Im Mittelpunkt steht das Kind.
Wir möchten die individuelle Entwicklung des Kindes unterstützen und es dazu befähigen sich in die Gemeinschaft einzubringen.
Dabei messen wir dem Freispiel eine besondere Bedeutung bei: Die Kinder spielen für sich, wo, mit wem und mit was sie spielen wollen. Wir möchten bewusst im Hintergrund bleiben und die Kinder selbst aktiv werden lassen. Hierfür geeignete altersgemäße Spielmaterialien, auch Naturmaterialien, stehen den Kinder zur Verfügung. Die Kinder können jederzeit zu uns kommen, uns um Hilfe bitten, Trost und Nähe erfahren um dann wieder spielen zu gehen.
Wir sehen unsere Aufgabe darin, Anreize zu setzen, genau zu beobachten, entsprechend auf die Bedürfnisse der Kinder zu reagieren, und den Kindern genügend Freiraum für eigene Ideen und Experimente zu geben. Aber auch das Gegenteil ist wichtig. Das Vertraute, die Ordnung wird durch den sich stets wiederholenden Tages-Wochen und Jahresrhythmus und feste Rituale gegeben. Dieser Rhythmus bietet dem Kind Sicherheit.
Bildungs- und Entwicklungsziele
Entwicklungsfeld Körper
Kinder haben ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Bewegung. Sie lernen ihren Körper und seine natürlichen Grenzen kennen und erweitern sie kontinuierlich. Uns ist es wichtig die Kinder in ihrer natürlichen körperlichen Entwicklung zu unterstützen ohne Entwicklungsschritte vorweg zu nehmen.
Um dem Bewegungsdrang der Kinder gerecht zu werden gehören regelmäßige Spaziergänge und Spielplatzbesuche zum Tagesablauf. So haben die Kinder auch an der frischen Luft die Möglichkeit erste Schritte zu machen, zu rennen, zu klettern und zu toben.
Immer mittwochs findet unser Ausflugstag statt an dem wir uns viel draußen oder drinnen bewegen, z.B. auf Spaziergängen im Wald, einem Besuch auf dem Mundenhof oder bei Bewegungsangeboten in unserem Turnraum im Gemeindehaus.
Für die Entwicklung der Feinmotorik bieten wir altersgemäße Möglichkeiten wie z. B. Kneten, Malen, Puzzeln usw. an. Auch der Umgang mit Besteck fördert die Feinmotorik.
Entwicklungsfeld Sinne
Wir möchten die Kinder darin unterstützen vielfältige sinnliche Erfahrungen zu machen. Dazu gehört beispielsweise das Barfuß gehen auf verschiedenen Untergründen, Ertasten von Materialien, Hören von verschiedenen Geräuschen, Erkennen und (Benennen) von Farben und das Erfahren von Gerüchen. Hierzu dienen ungeplante, selbständige Erfahrungen der Kinder, z. B. den Schnee auf der Haut spüren, wie er kalt ist und langsam schmilzt, genauso wie geplante Angebote bei denen z. B. mit Fingerfarben experimentiert wird.
Entwicklungsfeld Sprache
Sprache und sprechen lernen beginnt schon von Geburt an. Wir unterstützen die Kinder in ihrer Sprachentwicklung, z. B. durch die täglichen Fingerspiele und Lieder, das gemeinsame Anschauen von Bilderbüchern. Außerdem ist uns wichtig unsere täglichen Aktivitäten sprachlich zu begleiten, sowie den Kindern aufmerksam zuzuhören. Wir beobachten und dokumentieren die Sprachentwicklung der Kinder und geben den Eltern Rückmeldung darüber.
Entwicklungsfeld Denken
Kinder sind neugierig und wollen von sich aus viel erfahren. „Warum regnet es?; Warum geht der Stein unter?; Wie viel Wasser passt in dieses Gefäß?“
Teilweise suchen die Kinder nach Antworten durch die Erwachsenen, großteils erforschen und erfahren sie ihre Welt selbst und gewinnen so immer mehr Wissen. Wir greifen auf was die Kinder gerade interessiert und gehen dann mit unseren Angeboten darauf ein. So besuchen wir dann z. B. einen Bauernhof oder stellen den Kindern verschieden große Gefäße und Wasser zum Schütten zur Verfügung.
Entwicklungsfeld Sinn, Welt und Religion
Kinder brauchen Werte, Orientierung und Lebenssinn. Dies versuchen wir altersgemäß zu vermitteln indem wir z. B. unser Frühstück untereinander teilen und den Kindern ein liebevolles und achtsames Miteinander vorleben.
Das Feiern religiöser Feste und Gebräuche hat einen festen Platz im Jahresablauf und bietet den Kindern Sinn und Orientierung.
Tagesablauf
Ankunftszeit
von 7.30 Uhr – 9.00 Uhr werden die Kinder gebracht. In dieser Zeit ist Freispielzeit .
Um 9.15 Uhr findet unser gemeinsamer Morgenkreis statt. Alle Kinder werden gezählt und jedes einzelne Kind begrüßt. Wir singen und spielen jahreszeitabhängige Lieder und Fingerspiele.
Frühstück
Anschließend findet das gemeinsame Frühstück statt. Hierfür bereiten wir täglich ein kleines Frühstück gemeinsam mit den Kindern vor (z.B. Müsli, Obstsalat, belegte Brote)
Spaziergang
Nach dem Frühstück gehen wir nach draußen, machen abwechselnd Spaziergänge oder einen Besuch auf dem Spielplatz.
Abholzeit und Mittagessen
Nach der Rückkehr vom Spaziergang haben die Kinder nochmals die Möglichkeit zum Freispiel während die ersten Kinder bereits abgeholt werden und wir für die übrigen Kinder das Mittagessen zubereiten. Hierbei dürfen die älteren Kinder auch helfen.
Um 12.15 Uhr findet das Mittagessen statt, welches täglich frisch von uns zubereitet wird. Nach dem Mittagessen beginnt die zweite Abholzeit.
Wir haben keine feste Schlafenszeit. Die Kinder haben die Möglichkeit wann immer sie müde werden in unserer Schlafecke oder beim Spaziergang im Wagen zu schlafen.
Einkaufstag
Montags erledigen wir mit einigen Kindern den wöchentlichen Einkauf.
Ausflugstag
Jeden Mittwoch findet unser Ausflugstag statt. An diesem Tag verlassen wir das Spatzennest um 9.00 Uhr und kehren um 13.00 Uhr wieder zurück. Für Frühstück und Mittagessen nehmen die Kinder ein Vesper mit.
Kindergartenvorbereitung
Unsere großen Kinder bereiten wir auf den Kindergarten vor indem wir ihnen häufiger kleine Aufgaben übertragen, die Möglichkeit für kleine Bastelarbeiten geben und gemeinsam mit den anderen Kindern den entsprechenden Kindergarten besuchen.